Internetunternehmen müssen immer mehr zu Allround-Talenten werden. Während sich bis vor wenigen Jahren noch jeder auf seine Kernkompetenz konzentriert hat, wird es immer wichtiger, ein umfassendes Ökosystem aufzubauen, um möglichst viele Daten zu sammeln. Die Relevanz spiegelt sich nicht nur in der Qualität der Produkte wieder, sondern auch in der geschickten Verknüpfung mit relevanten Werbeinhalten wieder. Wenn Nutzer zum Beispiel für die Ferien einen Pferdehof suchen, so soll die Suchmaschine möglichst den eigenen Standpunkt mit berücksichtigen, damit die Suche besonders relevant wird. Nicht zuletzt deswegen sehen viele Experten hier Google vorn, da durch eine Nutzerbindung innerhalb von vielen Produkten und auch Endgeräten eine möglichst große Anzahl von Daten generiert werden kann, deren Zusammenhang für den Nutzer relevante Inhalte und für das Unternehmen hohe Umsätze generiert. Experten sehen hier Apple zum Beispiel eher auf einem absteigenden Ast.
Die Facebook Suchmaschine: Relevante Inhalte im gesamten Netz
Die Unternehmen, welche vorwiegend im Internet aktiv sind hatten über die vergangenen Jahre die Möglichkeit, umfangreiche Daten zu generieren. Das genannte Beispiel von Google zeigt, wie wichtige eine gute Datenbank ist. Sie kommt unter anderem bereits in Android 4.1 mit Google Now zum Einsatz. Auch Facebook und Microsoft sind dabei, solche Datenbanken zu generieren. Facebook hat durch die Einführung des webweiten Like-Buttons sowie den vorgefertigten sehr umfangreichen Profilen bereits eine Grundlage geschaffen, um die Nutzerinteressen zu erfassen und darauf zugeschnittene Werbung zu platzieren. Der Nachteil daran: Es fehlt eine Suche. Facebook Chef Mark Zuckerberg hat das Problem bereits erkannt und bekannt gegeben, dass die Suche ein wichtiges Thema für Facebook werden könnte. Ein Einstieg in den Markt der mobilen Endgeräte muss Facebook unterdessen nicht wählen. Hier schaffen es die Partnerschaften zum Beispiel mit Apple oder auch die Bereitstellung passender mobiler Apps ein entsprechendes Ökosystem aufzubauen. Ebenso ist der Like-Button auf mobilen Internetseiten präsent. Auch Microsoft arbeitet mit Hilfe eines neuen mobilen Betriebssystems sowie der Überarbeitung sämtlicher Dienste und der Suchmaschine Bing daran, eine entsprechende Datenbank aufzubauen. Allerdings hat das Unternehmen derzeit nicht die Reichweiten wie Facebook oder Google, weshalb hier noch nachgerüstet oder zugekauft werden muss. Nicht umsonst hat Microsoft Anteile an Facebook gekauft.
Die Datenbank entscheidet, wer Marktführer wird
Solche und andere Entwicklungen, wie beispielsweise die engere Verknüpfung von Autor und Inhalten im Netz zeigen, dass die Relevanz über sämtliche Geräteklassen hinweg mit der Präsenz und den Fähigkeiten im weltweiten Netz zu tun hat. Nicht die Art, mit welchem Gerät der Kunde ins Internet ist relevant, sondern welche Inhalte er im Internet sucht. Deswegen ist es entscheidend, dass sich Technologieunternehmen entweder mit eigenen Produkten am Markt präsentieren oder aber mit einem reichweitenstarken Anbieter zusammenschließen. Derzeit fehlt das vor allem bei einem Unternehmen: Apple. Das Unternehmen aus Cupertino muss diese Technologien nacharbeiten oder Partnerschaften in der Richtung aufbauen, um auf den eigenen Endgeräten noch stärker die Bedürfnisse der Nutzer zu besänftigen. Damit einhergehend ist auch ein neuer Komfort, den Unternehmen mit eigenen Inhaltsdatenbanken anbieten können.