Die Plattformen Radionomy und Laut.fm sind bei Radiomachern mit kleinem Budget sehr beliebt. Beide Seiten legen dabei sehr großen Wert darauf, sich regelmäßig neu zu erfinden. Die Plattform Radionomy hat vor kurzem die Final einer neuen Seite freigegeben. Die dritte Überarbeitung von Laut.fm befindet sich derzeit noch in der Beta Phase, macht aber im Vergleich zu Radionomy einen etwas aufgeräumteren Eindruck.
Radionomy setzt auf Musikgenre und Künstler
Die neue Startseite von Radionomy ist wesentlich aufgeräumter als der Vorgänger. Statt umfangreicher Übersichten zu Stationen gibt es jetzt nur ein Suchfeld zu sehen, in das sowohl Genre als auch Künstler direkt eingegeben werden können. Zusätzlich gibt es verschiedene Unterseiten auf denen passende Radiostationen für den eigenen Geschmack gefunden werden können. Diese Kategorien umfassen einfache Listen mit den Radiostationen die als Genre diese Kategorie angegeben haben. Die Listen können nach Faktoren wie der Beliebtheit und dem Namen sortiert werden. Eine Top 25 Option mit den besten Radiostationen ist ebenfalls in der neuen Version der Radionomy Seite enthalten. Es ermöglicht die lokale und weltweite Listung der Radiostationen. Interessant ist die Unterseite “Empfehlungen”, bei der zu den jeweiligen Genre, die sehr schön bebildert sind, auch immer zwei gute Radiostationen zu finden sind. Im Bereich “Erstellen” werden Nutzer dazu aufgefordert eigene Radiostationen über den Dienst zu starten. Die neue Seite ist erheblich übersichtlicher als der Vorgänger. Jedoch werden vorwiegend die von den Nutzern hervorgehobenen Stationen in den Vordergrund gerückt. Sehr schade ist, dass der Station Manager, über den man sich auf der Seite einloggen kann immernoch standardmäßig auf französisch angezeigt wird. Radionomy ist seit kurzem in Deutschland verfügbar und bietet neben der Möglichkeit, reine Musikstationen zu erstellen auch eine Funktion, mit der Nutzer live on air gehen können.
Laut.fm setzt auf Windows Phone 8 artigen Look
Einen ganz anderen Ansatz für das Design haben die Programmierer von Laut.fm
gewählt. In der Beta zu Laut.fm 3.0 lautet das große Stichwort HTML 5. Ein großer Player der direkt am Header der Seite eingebunden ist spielt die Radiostationen ab und liefert Informationen zu Titeln, die in dem Programm laufen. Gleichzeitig können Stationen auch direkt darüber favorisiert werden. Neu ist auch eine Livesuche bei der gezeigt wird, bei welchen Radiostationen auf der Plattform demnächst der gewünschte Künstler gespielt wird. Natürlich können auch Stationen nach Genrewunsch und Stichworten damit gesucht werden. Eine schöne Funktion ist die Möglichkeit Radiostationen in der Nähe des eigenen Ortes zu suchen. Damit habe ich zum Beispiel Radiostationen in der Nähe von Dresden, zum Beispiel in Pirna und anderen Städten gefunden. Ebenso gibt es eine Genresortierung auf der Seite mit der Radiostationen gefunden werden können. Statt eine generelle Hörerzahl anzuzeigen präsentiert Laut.fm jetzt auch in den Auflistungen der einzelnen Radiostationen die Hörerzahl für die einzelnen Stationen. Für Radiomacher gibt es jetzt noch mehr Möglichkeiten, für die eigenen vertretenen Kanäle zu werben. So werden jetzt unter Anderem auch Tweets sowie die Adresse des eigenen Facebook Kanals mit dargestellt. Bisher war lediglich die Verlinkung auf die eigene Homepage möglich. Auch die verschiedenen Möglichkeiten eine Station bei Laut.fm zu hören sind gleich geblieben. Sie sind nur weiter nach unten gerutscht. Die Favoritenfunktion ist jetzt etwas prominenter platziert. Schön ist, dass die Sender nach wie vor in die eigene Seite mit Hilfe des Flash Widgets eingebunden werden können. Zudem gibt es jetzt Links zum Radioadmin, den Informationen zur Bewerbung sowie zu der Seite generell. Mir persönlich gefällt Version 3 von Laut.fm etwas besser als die neue Version von Radionomy, da die Bedienung flüssiger ist und auch flüssiger von statten geht. Fehlt nur noch die Möglichkeit bei der Plattform live on air gehen zu können. Der Look der Seite erinnert mich dabei etwas an Windows Phone 8.