Die Zukunft des Radios: Digitalradio und Internetradio als Hybridlösung

logo_negSchon seit Monaten wird im Radiolager darüber gestritten, welches Format sich durchsetzt. Wird das Internetradio oder doch DAB+? Die Internationale Funkausstellung gibt hierzu keine eindeutige Antwort. Stattdessen wird ein Zwischenweg vorgeschlagen: Internetradio und Digitalradio im DAB+ Standard sollen sich gegenseitig ergänzen. Was in Deutschland schon fast sicher ist, wird wohl in Österreich nicht passieren. Dort soll Digitalradio mangels Nachfrage nicht eingeführt werden. Als Trost gibt es hier ein paar Gutscheincodes für Zalando Österreich. Doch zurück zum deutschen Markt. Hierzulande scheint DAB+ als ergänzendes Medium zum Internetradio durchaus Erfolgspotenzial zu haben.


Geräte verkaufen sich gut – man sollte aber auf Hybrid setzen

In Bayern sollen so laut einer Studie der bayerischen Landesmedienanstalt bereits 800000 Hörer beim Digitalradio dabei sein. Der Grund für den Erfolg ist leicht zu finden. Neben Berlin hat das Bundesland die größte Sendervielfalt und kann somit ein tatsächliches Verkaufsargument bieten. Außerdem ist der Ausbau in dem Bundesland schon sehr weit vorangeschritten. Die erste Gerätegeneration war allerdings im Wesentlichen eine Grundlage um den Standard erstmal in Audioform zu erleben. Die nächste Digitalradio Generation verspricht durchaus nochmal eine Steigerung. So wird es Verkehrsinformationen und Bilder geben. Das alles verschafft dem Vertriebskanal für Radiosender durchaus einen Schub. Hinzu kommt der wirklich schnelle Ausbau des neuen Formates. Jedoch sollten Käufer gleich auf ein Hybridgerät setzen, denn auch der Mobilfunkstandard LTE verspricht eine schnelle Verbreitung und auch im heimischen Bereich bieten WLAN Radios einfach eine größere Vielfalt. Unterwegs ist vom Radio hören mit dem Smartphone noch im ländlichen Raum abzuraten. Hier kann es zu Problemen kommen. Beim Digitalradio hängt es hier vom Ausbau ab.

Internetradio bietet die größere Sendervielfalt

Das Totschlagargument für den Kauf eines Internetradios oder die Nutzung dieses Features über ein Smartphone ist die Sendervielfalt. Diese wird von Internetradiofanatikern immer wieder als Grund gebracht, warum sich DAB+ nicht durchsetzt. Tatsächlich muss hier aber unterschieden werden, worauf der Endverbraucher setzt. Dieser will in erster Linie einen gut funktionierenden Standard der dazu noch einfach zu bedienen und günstig in der Anschaffung ist. Beide Systeme bieten diesen Mehrwert mit dem Unterschied, dass DAB+ in der Stabilität der Übertragung in den Ausbaugebieten derzeit größer ist. Ein Test mobiler Internetanbindungen, der vor kurzem durch das Computermagazin Chip durchgeführt wurde zeigt, dass die mobile Anbindung an das Internet aufgrund von Überlastungen und teilweise auch einem schlechten Ausbau eher nur in Großstädten möglich ist. Auch deswegen empfiehlt es sich besonders in Autos oder auch im mobilen Bereich generell auf eine gute Hybridlösung zu setzen. Die Automobilhersteller tüfteln dabei bereits an Lösungen. Ziel soll es sein, dass in jeglicher Situation der optimale Übertragungsweg gefunden wird.

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Über Christoph Till

Christoph ist schon seit langem in den Medien aktiv. Bereits mit 14 fing er an für die Sächsische Zeitung zu schreiben. Mit 18 startete er dann seinen eigenen Podcast. Zwei Monate nach den ersten Gehversuchen gründete er die Website “Daily Pod” und beschloss täglich zu podcasten. Wenig später folgten zwei Wochen Formatradio beim Ausbildungsradio, sowie ein Praktikum bei LandesWelle. Bis Ende 2010 war er bei LandesWelle angestellt. Im Jahr 2011 wechselte er dann zu Hitradio RTL und machte dort redaktionelle Arbeiten. Außerdem war er in der Morningshow für einige Zeit der Verkehrsmann. Heute beliefert zudem bis heute das Internetradio Quu.FM mit aktuellen Beiträgen aus dem Netz. Bei dailypod.de kümmert er sich um die Themen Politik, Wirtschaft, Computer/Internet und Kultur(Musik/Medien).

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