Das System Ubuntu ist besonders für Linuxanfänger konzipiert und bringt viele Tools mit, auf die andere Systeme warten oder wofür unter anderen Systemen seperate Software installiert werden muss. Dazu zählt unter anderem die tiefe Integration sozialer Netzwerke wie Twitter und Facebook sowie die Integration von Ubuntu One – einem Cloudspeicherdienst der auch Kontakte, installierte Programme und Multimediadateien zwischen verschiedenen Ubuntu Installatonen und Windows PC’s syncen kann. Ein Problem hat das System jedoch: Software wird oftmals für Windows- und Mac Systeme programmiert. Eine Umsetzung für Linux kommt selten. Ein Ausweg könnte der Einsatz von Web Apps sein, den die Ubuntu Programmierer für Ubuntu 12.10 planen.
Integration der Software in den Launcher und das Startmenü
Ubuntu stellt für die Umsetzung eine Web API zur Verfügung, die Dienste nutzen können, um die eigenen Dienste in das System zu integrieren. Auf Wunsch erscheinen die Web Apps im Launcher, im Head Up Display (dem intelligenten Startmenü von Ubuntu) sowie in den Benachrichtigungen. Derzeit werden schon einige große Anbieter wie Google mit GMail, Google+ und anderen Diensten, sowie Facebook, Twitter und WordPress.com unterstützt. Auch der Musikdienst Last.FM ist unter den von Anfang an unterstützten Angeboten mit dabei. Wer unter Ubuntu 12.04 den neuen Dienst schon testen will kann das Skript schon relativ einfach installieren. Unterstützt für den Zugriff auf das System zur Einrichtung der Anwendungen sind derzeit der Firefox und Chrome. Was noch bis zur Final ausmerzt werden muss ist die unschöne Darstellung der Web Apps in einem normalen Browserfenster. Wird eine App aus dem Launcher oder dem HUD geöffnet, so findet das in einem normalen Browsertab statt. Google hatte mit Chrome und der Möglichkeit, Anwendungen in einem richtigen Fenster darzustellen schon einen erheblich schöneren Grundsatz geliefert.
Das eigene (WordPress-)Blog für Ubuntu 12.10 fit machen
Auch Blogs können sich bereits für die Unterstützung der neuen Web API von Ubuntu fit machen. Es gibt dafür sowohl ein offizielles, als auch ein privat gepflegtes Plugin. Das privat gepflegte Plugin bringt im Gegensatz zum Offiziellen eine Integration ins Head Up Display mit. Alle bei WordPress.com gehosteten Blogs verfügen bereits über eine entsprechende Integration des neuen Dienstes. Die Frage ist jedoch, ob sich diese Art, ein Blog in ein System zu integrieren von vielen Nutzern wahrgenommen wird. Immerhin lassen sich ganz einfach auch RSS Feeds mit Hilfe von Readern abonnieren, sodass eigentlich das Anlegen von Verknüpfungen und die Suche im Head Up Display wahrscheinlich nur für absolute Lieblingsblogs in Frage kommt.
