Cloudspeaker ist für mich derzeit eine der großen Streamingtechnologien, die es neben Shout- und Icecast gibt. Umso erfreulicher, dass trotz der noch recht geringen Verbreitung die Entwicklung Schritt für Schritt weitergeht. Das Team von Cloudspeaker hat sich herangetastet und neue Playerdesigns veröffentlicht. Gleichzeitig gibt es jetzt auch die Möglichkeit über Cloudspeaker einen Shoutcaststream auszusenden. Damit wird das Produkt endgültig zu einer vollständigen eigenen Streaminglösung.
Bisher war es lediglich eingeschränkt möglich mit Cloudspeaker zu sehen. Zwar war die generelle Verwendung möglich, durch die fehlender Verbreitung über einen reinen Mp3 Stream war jedoch die Eintragung auf Portalen wie Radio.de oder Phonostar nicht möglich. Für sechs Cent pro übertragenem Gigabyte gibt es jedoch jetzt zusätzlich zu dem Peer 2 Peer Streamingverfahren noch ein lineares direktes Verfahren. Damit ist es möglich auch direkte Playerlinks in Websites einzubinden. Der Vorteil ist die Kompatiblität zu vielen Plattformen wie auch WLAN Radios. Der Shoutcaststream ist separat zubuchbar und muss nicht genommen werden.
Auch die neuen Playerdesigns können überzeugen. So wurde von der Playerform weggegangen, die ein zentrales Cover sowie die Einblendung von Interpret und Titel vorsieht. Stattdessen ist das Cover jetzt nach einer Seite ausgerichtet. Zusätzlich gibt es Buttons für die Anzeige der Playlist, sowie den Wechsel des Streams. Die Player machen einen erheblich schickeren Eindruck. Auch einen Miniplayer für die eigene Homepage gibt es jetzt. Auch hinter den Kulissen scheint sich einiges getan zu haben. Zwar basiert die Technologie immer noch auf Java, ist jetzt jedoch wesentlich ausgereifter. Zudem ist das Peer 2 Peer Streaming weiterhin kostenlos.
Derzeit scheinen die Entwickler von Cloudspeaker zudem an der Mobilisierung ihrer Technologie zu arbeiten. Einen dementsprechenden Hinweis findet man im Kundenbereich der Internetseite. Dort gibt es jetzt eine Anzeige, für welche Systeme eine Umsetzung geplant ist. So wird es voraussichtlich einen Desktop Player sowie Player für iOS und Android geben. Inwieweit diese mit Kosten verbunden sind ist aber noch nicht klar. Auch noch nicht klar scheint zudem zu sein, welche System weiterhin geplant sind und ob die Apps auf die Shoutcastschnittstelle oder das Peer 2 Peer Verfahren zurückgreifen.
Die Entwicklung von Cloudspeaker macht Lust auf mehr. Die Zusatzdienste machen Cloudspeaker zu einer ernsthaften Konkurrenz zu etablierten Anbietern. Gleichzeitig kann das Peer 2 Peer Verfahren speziell die Kapazitätsprobleme kleinerer Internetradios aber auch großer Internetradios mit wenig finanziellem Spielraum gut lösen. Die mobile Umsetzung wird darüber entscheiden, inwieweit der Standard sich zu einer langfristigen Lösung der Kapazitätsprobleme mausern kann. Die Ansätze sind bisher gut.
Wer Cloudspeaker mal in Action sehen will kann auf der Homepage meines geplanten Internetsenders EINS.fm mal reinhören und probieren.
Neu auf dailypod.de: Cloudspeaker mit neuen Möglichkeiten und neuem Playerdesign http://t.co/6yMyEm3G
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