Diaspora unterscheidet zwischen “Folgen” und “befreundet sein”

diasporaRuhig ist es geworden um den einstigen Hoffnungsträger im Bereich der sozialen Netzwerke. Viel mag damit zusammen hängen, dass Facebook immer noch weit mehr Funktionen bietet, als dass das Diaspora tut und derzeit auch kann. Jetzt bringt Diaspora allerdings eine neue Funktion mit sich, die es zu einem Gemisch aus Facebook und Twitter macht: Der Dienst kennt jetzt den Unterschied zwischen “Folgen” und “befreundet sein”.

Eingefügt wurde dieser Unterschied mit dem neusten Update des dezentralen sozialen Netzwerks. Mittlerweile dürfte das Update auf allen größeren Servern wie dem offiziellen Diaspora Server oder auch der deutschen Alternative Geraspora eingespielt worden sein. Der Unterschied zwischen “folgen” und “befreundet sein” ist bei Diaspora übrigens folgender: Wer mit einem Nutzer, egal in welchem Aspekt dieser eingeordnet ist, befreundet ist, kann mit diesem private Nachrichten schreiben – ein reiner Follower kann dies nicht. Dennoch bietet sich dem Follower die Möglichkeit, einen Nutzer per Reply zu kontaktieren – ähnlich wie bei Twitter.

Diaspora versucht jetzt also, wahrscheinlich auch um die Nutzerzahlen zu erhöhen, beide Plattformen miteinander zu verbinden und so eine Lücke zu schließen, die es bisher in den Social Networks gegeben hat. Das äußert sich auch in weiteren Funktionen, die es bei

Ein Interview mit dem Co-Gründer von t3n.de geführt

Diaspora seit kurzem gibt. So wurde unter Anderem der “Gefällt-mir”-Button eingeführt, der ja schon bei Facebook seine Kreise zieht und es gibt schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, Hashtags zu vergeben.

Ob das an der Nutzersituation von Diaspora etwas ändert darf bezweifelt werden. Das dezentrale Netzwerk hat derzeit noch diverse Nachteile. Es fehlen unter Anderem Möglichkeiten wie das Anlegen von Gruppen, Fotoalben, Videos einzubinden oder auch die Möglichkeit, Seiten zu erstellen. Auch eine Möglichkeit für Location Based Services ist noch nicht gegeben genau so wenig wie es Clients für das soziale Netzwerk gibt. All das sind Erfolgsfaktoren, die andere Netzwerke derzeit erfüllen. Aufgrund der derzeit geringen Aufmerksamkeit und auch der Zufriedenheit mit Facebook in den meisten Fällen dürfte es ein langer steiniger Weg, vielleicht sogar ein Weg der Unmöglichkeit werden, Facebook zu überholen oder sich gar mit Facebook gleichzustellen.

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